Zuletzt geändert: 2017-03-22
Abstract
Bibliotheken nahmen sich schon früh des Themas Open Access an. Im Rahmen des Auftrages, Literatur zur Verfügung zu stellen, ist es ihnen ein besonderes Anliegen, diese einem größtmöglichen Publikum zugänglich zu machen, im Besonderen im Fall von Publikationen Angehöriger der eigenen Universität. Die öffentliche wie die bibliothekarische Diskussion zu Open Access war in letzter Zeit stark von dem Thema der Finanzierung bzw. der Kosten eines Umstiegs von einem Subskriptionsmodell im Erwerb vor allem von Zeitschriften hin zu einem Open Access Modell bestimmt.
In der Praxis stellen sich jedoch noch ganz andere Herausforderungen. Mit dem wachsenden Angebot an Open Access Deals, einer immer größeren Notwendigkeit aufgrund von Vorgaben von Fördergebern für WissenschaftlerInnen, ihre Forschungsergebnisse Open Access zu publizieren, und der nur langsam voranschreitenden Etablierung von Gold Open Access Journals als valide Publikationsorgane ergeben sich neue Herausforderungen in der bibliothekarischen Arbeit. Unter anderem gilt es, das Bewusstsein für Open Access zu fördern, Informationen rund um Open Access zu vermitteln und zur Nutzung der Open Access Abkommen wie auch dem institutionellen Repositoriums anzuregen. All diesen Anliegen liegen auch noch zum Teil ganz unterschiedliche Zugangsweisen zu Open Access zu Grunde, die zueinander oft in Widerspruch zu stehen scheinen.
In diesem Vortrag werden diese unterschiedlichen Zugangsweisen kurz skizziert, Widersprüchlichkeiten aufgezeigt und Lösungsansätze präsentiert sowie die aktuelle Debatte zum Thema Open Access Verpflichtungen und „Publikationsfreiheit“ vorgestellt.
PRÄSENTATION:
Gold Open Access und Open Access Deals. (.pdf)